Marbella ist ein warmer Ort für Urlaube im Winter

Der Winter in Deutschland ist nicht immer angenehm: Spätestens Weihnachten setzt uns der Lichtmangel spürbar zu. Daher ist es hilfreich, in den Monaten Januar bis April eine kleine Auszeit einzulegen und einen schönen warmen Urlaub in der Sonne zu verbringen.

Die wirklich warmen Urlaubsregionen sind aber doch recht weit von Deutschland entfernt und haben sehr oft den Nachteil, dass außer hohem Temperaturen keinerlei Angebote vorhanden sind.

Eine wohlturende Ausnahme ist der Spanische Süden, die Region ANDALUSIEN:
Andalusien liegt zusammen mit Malta und Sizilien zwischen 40. und 30. Breitengrad. Zwar ist Andalusien die zweitgrößte und zugleich südlichste der 17 autonomen Regionen Spaniens. Doch nicht der südlichste Punkt ist auch der wärmste! Und nicht ganz Andalusien ist wärmer als der Rest Spaniens. Denn das lokale Wetter und das Mikroklima spielen eine viel größere Rolle als nur die Lage.

Marbella bietet seinen Besuchern ein sehr angenehmes Klima, das nicht zu warm aber auch nicht zu kalt ist!
So sind ruhige Tage am Strand ebenso möglich wie Stadtbesichtigungen, Wanderungen und die Nutzung kulureller Events. Das bringt eine Menge Abwechslung und Spass in den Winterurlaub!

Wichtige Faktoren bei der Wahl des Ferienhauses

Die Höhenlage des Ortes, also wie viele Meter das Haus über dem Meeresspiegel liegt, die Sonneneinstrahlung – Südlage oder Nordlage – die Nähe zum Wasser und die Lage in den Bergen haben großen Einfluss auf die winterliche Wohlfühltemperatur.
Wurde das Haus etwa an den Nordhang eines Berges gebaut, dann wird auch die schönste andalusische Sonne nicht ausreichen, um das Haus innen richtig aufzuwärmen. Denn der Einfallswinkel der Sonne wird im Winter erheblich flacher.
Das Ferienhaus Casa Marysol im schönen Marbella besitzt eine optimale Lage, die viel Sonne, aber wenig Feuchtigkeit und Kälte ins Haus lässt, dadurch wird der Aufenthalt in diesem typisch südspanischen Ferienhaus sehr angenehm.

Im Folgenden haben wir für Sie ein paar Tipps und Informationen für Ausflüge und Besichtigungen in der von Marbella aus gut erreichbaren Region zusammengestellt:

Der südlichste Punkt Europas liegt am Atlantik

Der südlichste Punkt des europäischen Festlandes liegt jenseits gegenüber der marokkanischen Küste in der andalusischen Provinz Cádiz in Tarifa, wo es wunderbare Naturparks gibt, am wilden Atlantik.

Hier werden die meisten Sonnenstunden und wenigsten Niederschläge in Europa gemessen und die Region eignet sich daher gut für Reisen. Allerdings herrscht hier fast immer Wind und die eisigen Wassertemperaturen des Atlantiks haben Einfluss auf das lokale Klima.

Wer den besten Ort zum Überwintern sucht und es lieber etwas weniger windig mag, ist daher in Andalusien am besten aufgehoben, allerdings ist die Atlanitkküste rund um Cadiz und Tarifa immer einen Ausflug wert!

Je höher, desto kälter

Auch im warmen Andalusien kann es im Winter kalt und ungemütlich werden. Die Tage werden kürzer und in den langen Nächten sinken die Temperaturen unter die 10 Grad Grenze. Doch auch im Winter sind die in den Bergen gelegenen Orte im Sommer beliebte Ausflugsziele.

Denken Sie bei der Auswahl Ihrer Garderobe an Ihr Ausflugsziel: Jeder Höhenmeter macht sich im Winter unangenehm bemerkbar. Es gilt die Faustregel: Je hundert Meter sinkt die Temperatur um etwa 0,6 Grad Celsius. Wenn es also am Strand in Marbella etwa 25 Grad sind, erreicht die Lufttemperatur in den Bergen selbst in Küstennähe auf rund 600 Meter nur gut und gerne 18 Grad.

Ein Tagesausflug in das berühmte Städtchen RONDA zum Beispiel ist garantiert lohnenswert, eine feste Jacke sollte aber unbedingt im Auto liegen!

Großen Einfluss haben auch die Luftströmungen, die oft entlang an Flüssen, Lagunen, Sümpfen oder Seen durch Täler ziehen und die allgemeine Temperatur erheblich abkühlen können. So ist es in Sevilla zwar im Sommer oft am heißesten in Andalusien und Durchschnittstemperaturen um die 43 Grad sind mittags keine Seltenheit. Doch im Winter wird es in der Stadt, die von flachem Land umgeben ist und am mächtigen Fluss Guadalquivir liegt, empfindlich kalt und feucht. Nebelschwaden liegen über der Flussniederung und auch das weite Sumpfgebiet des Naturparks Doñana wirkt abkühlend auf die gesamte Umgebung.

Generell ist es am Meer in Andalusien im Winter immer 2 bis 3 Grad wärmer als im Landesinneren, wo die mildere Meeresluft wegen hoher Bergketten an Einfluss verliert. Orte, die direkt am Meer liegen, eignen sich deshalb besser für einen Winterurlaub in Spanien.

Auch die rund 3000 Meter hohen Gipfel der Sierra Nevada, die ab November schneebedeckt sind, haben ihren Einfluss auf die Region. Weht der Wind über die Schneekuppen hinweg, wird es auf der Leeseite liegenden Region um das mächtige Gebirge bis nach Murcia hin empfindlich kalt. Denn die kalte Luft bewegt sich immer abwärts. Dann merkt man auch an der warmen Küste, dass es in den Bergen im Hinterland geschneit hat.

Wann kann man wieder im Meer baden?

Die kältesten Monate in Andalusien mit einer Durchschnittstemperatur von 17 Grad sind Januar und Februar. Bis November ist das Meer zumeist noch gut badetauglich, allerdings braucht das Mittelmeer im Frühjahr etwas länger als das Land, um sich richtig aufzuwärmen. Wirklich angenehme Badetemperaturen gibt es in der Regel erst ab April/Mai.

Sonnentage gibt es trotzdem den ganzen Winter hindurch mehr als genug und die Vegetation wirkt im Winter oft üppiger als im heißen Sommer.

Es gibt Orangen, Granatäpfel und Gemüsesorten zu ernten und exotische Blumen verbreiten auch im tiefsten Winter ihren Duft. Eine Auszeit in Marbella ist also in jedem Fall empfehlenswert!

Genießen Sie den Sommer auch in den Wintermonaten!

Im schönen Marbella können Sie den warmen Sommer auch während der Wintermonate genießen.

Aufgrund seiner hervorragenden Lage ist es in Marbella niemals kalt. Auch Regenwetter verzieht sich schnell wieder, während es in den Bergen regnen kann.

Andalusien bietet tolle Möglichkeiten, um sich einen erholsamen Aufenthalt zu schaffen:

  • Im Umkreis von 1-3 Stunden Autofahrt befinden sich viele interessante Orte mit alter Geschichte und großem Potential zur Besichtigung.
  • Direkt vor Marbella zieht sich ein feiner, weißer Sandstrand über viele Kilometer in Richtung Malaga und in Richtung Gibraltar.
  • In den naheliegenden Bergen können tolle Wanderungen unternommen werden.
  • In der Region Marbella befinden sich zahlreiche hochwertige Golfanlagen, die erlebnisreiche Spieltage ermöglichen.
  • Gute und zahlreiche Restaurants für jeden Geldbeutel sind überall zu finden: Nicht nur spanische Spezialitäten, sondern Besonderes aus aller Welt wird an vielen Stellen angeboten.
  • Auch im Winter sind lange Strandtage möglich, aber ohne große Hitze!
  • Für lange Abende an der Strandpromenade oder auf der Terrasse ist im Winter ein Pullover nötig – die Temperaturen sinken aber auch nachts selten unter 15 Grad.

Die Beitragsfotos habe ich übrigens am 27. Oktober am Strand vor Marbella aufgenommen: 24 Grad im Schatten und eine angenehme Brise ermöglichten uns ein gemütliches Mittagessen und anschließend zwei entspannte Stunden Sonnen im Sand.

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Das milde Klima von Marbella

Der schöne Ferienort Marbella liegt im Süden Spaniens an der Costa de Sol. Die Stadt zählt mit ihren knapp 140.000 Einwohnern zur Provinz Malaga, die der autonomen Gemeinschaft Andalusiens angeschlossen ist. Marbella hat aufgrund seines hervorragenden milden Klimas einen sehr hohen Anteil von Immigranten, der rund ein Viertel aller Einwohner ausmacht.

Aufgrund seiner exzellenten Lage direkt am Meer und dem ganzjährig guten Wetter zieht das Paradies zahlreiche Europäer an. Schon in der Jungsteinzeit besiedelt, verfügt die Stadt über eine reiche Geschichte, die auch von der relativen Nähe zu Malaga profitiert. Der Tourismus konnte sich aber erst ungefähr Mitte des 20. Jahrhunderts entwickeln.

In Marbella herrscht ozeanisch-kontinentales Klima mit einigen subtropischen Einflüssen, weshalb das gesamte Jahr über hohe Temperaturen gemessen werden können, die aber nie wirklich tropisch heiß werden.

Die optimale Reisezeit liegt in den Monaten April bis Oktober, da während dieser Zeit Höchsttemperaturen von über 20 Grad gemessen werden können. Während der Sommermonate Juni, Juli und August steigen die Durchschnittswerte auf ungefähr 24 Grad, während sie gleichzeitig nie unter 18 Grad fallen. Geprägt wird das Klima außerdem durch besonders viele Sonnenstunden.

Ein Blick in das Klimadiagramm zeigt deutlich, dass selbst während des Winters in Marbella noch mindestens 4 Sonnenstunden am Tag gezählt werden können, während im Sommer sogar monatelang über 10 Sonnenstunden vorherrschen. Dieser Umstand, gepaart mit den wenigen Regentagen während des Sommers, macht Marbella zu einem echten Urlaubsparadies.

Die Luftfeuchtigkeit in unserem schönen Ferienort hält sich das gesamte Jahr über auf einem sehr angenehmen Niveau – weder zu feucht, noch zu trocken. Auch die Wassertemperatur des Meeres ist angenehm: Sie hält sich bei durchschnittlich 19 Grad und steigt nicht selten sogar bis auf 22 oder 23 Grad.

Aufgrund von Durchschnittstemperaturen um die 14 Grad ist Marbella auch im Winter eine perfekte Alternative zum nasskalten deutschen Wetter. Im Meer baden kann man dann zwar nicht, dennoch sind die Temperaturen durchgehend frühlingshaft und damit perfekt zum Sonnetanken, Erholen, Abschalten – oder zum Kennenlernen des wunderschönen Andalusiens.

Interessante Marbella–Urlaubswebsites

Einige Webseiten geben interessante Informationen über Marbella und das nähere Umland in dieser schönen Gegend von Andalusien, die Marbella-Urlauber als Grundlage für Ihre Reiseplanungen einsetzen können.

Wir haben ein paar dieser Websites aufgelistet (ohne Bewertung):

https://www.tourismus.de/europa/spanien/andalusien/marbella/

• https://www.urlaubsguru.de/reisemagazin/andalusien-von-a-bis-z/#gref

https://www.travel-event-eye.com/reise-info-marbella/

• https://kommwirmachendaseinfach.de/marbella-sehenswuerdigkeiten-und-tipps/

• https://www.mein-spanien-urlaub.de/Reiseziele-Spanien/Andalusien/Marbella.php

Urlaub in Marbella

Marbella in der spanischen Region Andalusien

bietet seinen Bewohnern und Urlaubern aus aller Welt 320 Sonnentage im Jahr und ein für spanische Verhältnisse „gemäßigtes“ Klima. Mit circa 138.000 Einwohnern ist Marbella nach ihrer 57 Kilometer entfernten Nachbarstadt Málaga mit ihrem modernen Flughafen die zweitgrößte Stadt an der Costa del Sol.

Marbella ist für Spanien das, was St. Tropez für Frankreich ist: Ein Treffpunkt der Reichen und des internationalen Jetsets. Aber auch in Marbella sind Sonne, Sand und Meer noch immer gratis und die großen und gepflegten Strände, die Häfen und die große und außergewöhnlich schöne Altstadt sind immer einen Besuch wert.

Urlaub in Marbella

Bereits in den 50er Jahren verbrachten Prominente und Superreiche ihren Urlaub im spanischen Süden und entdeckten die Schönheit Marbellas für sich. Besonders in den Siebzigerjahren war Marbella eng verbunden mit prominenten Namen aus dem Jetset – dazu zählen auch arabische Scheichs und ein König!

Gleich mehrere Yachthäfen liegen entlang der Küste im Stadtgebiet und in den Vororten. Der bekannteste unter ihnen ist Puerto Banús. Der Wert, der hier vor Anker liegt, übersteigt locker den Haushalt kleinerer Staaten. Puerto Banús beheimatet auch zahlreiche exklusive Modegeschäfte, Restaurants, Bars und einige der angesagten Nachtclubs der Stadt.

Auch für Golfer ist Marbella ein optimaler Urlaubsort: Im unmittelbaren Umkreis der Innenstadt befinden sich mehr als 10 große und äußerst gepflegte Golfanlagen, die für Urlauber nutzbar sind.

Klima, Wetterlage, Beste Reisezeit Marbella

Marbella verwöhnt seine Besucher mit rund 320 Sonnentagen pro Jahr, an denen es selbst im Sommer mit bis zu 30°C niemals zu warm wird. Im Winter sinkt das Thermometer hingegen nur selten unter die 15°C Marke. Zwischen April und Oktober kann man eigentlich immer mit gutem Wetter rechnen, denn von Juni bis September regnet es so gut wie nie. Die Wassertemperatur steigt in den Sommermonaten auf bis zu 25°C und eignet sich so bestens zum Baden.

Marbellas schönste Seiten

Der unbestritten schönste Anziehungspunkt von Marbella ist die wunderschöne typisch andalusische Altstadt mit ihren weiß getünchten Häusern und den kleinen Gassen, die sich zu weiten Plätzen öffnen, durch die man schlendern und an denen man sich bei Kerzenschein von lokalen Speisen und Getränken an den zahlreichen Tischen der Restaurants unter freiem Himmel verwöhnen lassen kann.

Dann gibt es noch die vielfältigen kulturellen Einflüsse aus der älteren und jüngeren Vergangenheit, die auch heute noch erfahrbar sind. Sehenswert sind zum Beispiel die römischen Thermalbäder und die Mosaike in San Pedro de Alcántara. Auch die altertümliche Kirche Iglesia de la Encarnación, das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, das Kulturzentrum Cortijo Miraflores und die Skulpturen auf der Avenida del Mar von Salvador Dalí, dem berühmten Sohn der Region, sind einen Besuch wert.

Strände in Marbella

Marbella bietet seinen Urlaubern einige der schönsten Strände Andalusiens: An gut 27 km Küste reiht sich entlang der Innenstadt und der ausgedehnten Vororte ein langer Strand aus dem für die Region typischen graubraunen bis goldenen, feinen Sand. Lange, palmengesäumte Strandpromenaden sind hier üblich, an denen Chiringuitos, Beachclubs und insbesondere in der Nähe der Yachthäfen Luxushotels, exklusive Shops, Boutiquen, Bars und Restaurants angesiedelt sind. Zu den schönsten Stränden rund um Marbella gehören der Playa de Cortijo Blanco, Playa de Casablanca und der Playa de la Fontanilla.

 

Haben Sie Lust auf einen Urlaub in Marbella bekommen? Casa Marysol bietet ausreichend Platz für bis zu 8 Personen und macht mit 3 Terrassen und einem großen Poolbereich Ihren Aufenthalt zum unvergesslichen Erlebnis.

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Wenn das süße Leben in Marbella alle Sinne berührt

Ein schöner Artikel über Andalusien, der vor einiger Zeit in der Welt erschienen ist.

Das Original finden Sie unter: https://www.welt.de/reise/article158191986/Wenn-das-suesse-Leben-in-Marbella-alle-Sinne-beruehrt.html

Der Artikel:

Wenn in Andalusien die Quitten reifen, beginnt Ende September der sogenannte kleine Sommer. Das ist die beste Zeit für Urlauber, die Altstadt, Meer und die umliegenden Bergen in Ruhe erkunden wollen.

 

Lau ist die Luft an diesem späten Septemberabend in Marbella. Menschen sitzen im Freien, bestellen nach dem Abendessen noch das ein oder andere Glas Wein, haben Cocktails in schillernden Farben vor sich, ein Pärchen am nächsten Tisch nippt an Mojitos. „Hola“ sagen sie, und stellen sich vor, „Rafaela y Francisco“. Ein sehr freundliches Völkchen sind die Andalusier, schnell kommt man mit ihnen ins Gespräch, wer möchte da schon ins Bett gehen.

So plaudert man gedämpft weiter, Kerzen flackern auf den Tischen, aus der Gasse nebenan erklingt eine Gitarre mit spanischen Rhythmen und verstummt wieder. Schön ist es in der Calle Ancha mit ihrer stattlichen Häuserflucht im Barrio Alto, dem oberen Teil der Altstadt. Wie ein Sommer scheint der Herbst in Marbella zu sein, doch kann es nun kühler werden, erzählen sie, und „dann, so Ende September, kommt der Sommer oft wieder“.

Der ist ein guter Bekannter. „Veranillo del membrillo“ nennen die Menschen ihn hier, „kleiner Sommer der Quitte“, denn goldgelb und reif hängen dann die Quitten in den Bäumen. Aus ihnen macht man „Dulce de membrillo“, geliertes Quittenmus. Das essen sie gerne zum Käse und manche als Dessert.

Sonnige Tage bis in den November

Bald dreißig Grad Celsius können es dann tagsüber noch einmal sein, rund eine Woche wird es so gehen, mit Abenden so wie diesem. Haushoch prangen Bougainvilleen an den Fassaden, und im Licht der Laternen leuchtet das Magenta um ihre Blüten. Da fällt es kaum auf, dass das Palais nebenan verlassen ist, der Putz bröckelt, vor Jahren sah man das öfter im weißen Häusergewürfel.

Derweil hatten Engländer und Deutsche begonnen, auf dem Land alte Häuser herzurichten, erzählen die beiden Andalusier tags darauf bei scharfem Manchegokäse und einem kühlen Bier vor der Weinbar „La Santa“ in der kleinen Straße Peral. Sie leben in Marbella, Francisco ist hier geboren, ein waschechter Marbellero also. „Ausländer öffneten uns Einheimischen die Augen, und mehr und mehr Spanier engagierten sich nun hier für ihr Casco Antiguo“, wie man die Altstadt nennt. Neue Ideen, neues Design, brachten sie mit, wie in der Calle Peral. Frisch sieht sie aus, manche Läden und Bars von früher sind kaum wiederzuerkennen.

Im Sommer ist das hier alles ziemlich voll. Seit mehr und mehr Reisende die Türkei und Nordafrika meiden, erlebt Spanien im Juli und August einen besonderen Besucheransturm. So ist es eine gute Idee, im Herbst nach Marbella zu reisen. Bis weit in den November hinein sind viele Tage sonnig und mild, die Abendhimmel besonders prächtig, das Meer einladend, zum Wandern in die zerklüfteten Gebirgsketten hinter und über der Stadt gibt es keine schönere Zeit und viel Platz in der Altstadt.

Man braucht Geld, Mut und Geduld

In ihr liegt unten, um die Plaza de los Naranjos, ein Geflecht aus kleinen Einkaufsstraßen, weiter oben wird gewohnt. Besuchern wird sich nicht gerade der Gedanke aufdrängen, wie viele Menschen da in Zukunft wohl noch leben.

Viele Altstädte haben Probleme, auch hier ziehen Junge fort, denn eng ist es, schlecht zugänglich, unkomfortabel. Alte Mauern aber müssen genutzt werden, damit sie nicht verfallen. Dafür braucht man Geld, Mut und Geduld.

Francisco ist dabei, das historische Haus, in dem er aufwuchs, in ein kleines Hotel umzuwandeln, auf die Baulizenz wartete er „13 Jahre minus elf Tage“. Oberhalb, nächst der Plaza Santo Cristo, findet sich in einem Herrenhaus des 17. Jahrhunderts, das zwanzig Jahre leer stand, nun das elegante Boutiquehotel „Claude“.

Auch „Skina“ war ein Wagnis mit seinen wenigen Tischen. Versteckt liegt es in der Calle Aduar. In dem winzigen Haus sieht die Küche größer aus als das Restaurant. Sie ist der Ort der Kreativität, Andalusien die Inspiration, die Markthalle um die Ecke ihre Quelle. Und der „Guide Michelin“ verleiht hier Jahr für Jahr einen Stern.

Verspielt, verträumt, mit andalusischem Charme

„Bis vor ein paar Jahren war die Stimmung nicht gut im Casco Antiguo,“ erzählt Franz Josef Willmes, der Deutschspanier stellte mit seiner spanischen Frau das „Claude“ auf die Beine. Heute weht frischer Wind durch die Gassen: Lädchen für ausgesuchte spanische Weine und Olivenöle aus Andalusien findet man, originelle Boutiquen, die alte Bäckerei ist noch da, der Gemüseladen, neben alteingesessenen Restaurants sind andere à la mode gestylt, dazu gibt es seit Längerem das Museo del Grabado – Museum zeitgenössischer Gravierkunst – in einem Stadtpalast der Renaissance. Ein Fluidum aus Lokalkolorit, Zeitgeist und Tradition ist das alles und der Lust, etwas zu gestalten.

Die Altstadt tickte immer anders als das kosmopolitische Marbella der Yachthäfen, Designerläden und Nightlife-Tempel. Verspielt ist sie, verträumt, hat andalusischen Charme und Temperament. Zur Feria im Juni feiert die Stadt hier und im nahen Alamedapark – dann fliegt einem das Tremolo der Kastagnetten um die Ohren, werden die Röcke geschürzt, dann singen, tanzen sie, ist das Leben ein Fest.

Vielleicht trifft man sich auch deshalb gerne im „La Polaca“. Francis Guzmán betreibt seine Bar in diesem Altstadthaus mit dem heimeligen Gefühl, Holztischen und Fundstücken von Flohmärkten und sonst woher, sie ist eine Zeitreise. Und Francis populär. Im Radio stellt er auf Onda Cero Musik vor, plaudert, auch von seiner „Polaca“, benannt nach einer Flamencokönigin, und so probieren schon mal neugierige Hörer aus Madrid oder Santander seine Gänseleberkroketten an der Bar. Dazu eine „copa de tinto“, ein Glas Rotwein, alles schön entspannt, die Klangwolke ist hochprozentig spanisch, und am Wochenende schwingt man das Tanzbein zu Vinyl auf dem Plattenteller.

Jede Altstadt erzählt ihre Geschichte

Ein paar Meter nördlich von der Stelle, wo Francis mit dem langen biegsamen Messer gerade Tranchen vom Iberischen Schinken säbelt, war Marbella Anfang der Sechzigerjahre so gut wie zu Ende. Die Markthalle gegenüber, in der man zwischen Fischhändlern und feuchten Thunfisch-Schönheiten Austern und Cava schlürft, existierte nicht, ein paar Villen lagen in den Hügeln über der Stadt, heute zaubern zahllose davon gleich mehrere Beverly Hills oder so etwas ähnliches dorthin. Die Stadt war kaum mehr als diese Altstadt und weiter westlich das Hotel „Marbella Club“ mit seiner illustren Klientel aus aller Welt.

Jede Altstadt erzählt ihre Geschichte. Hier, wo Wege manchmal so eng sind, dass zwei Passanten gerade aneinander vorbeikommen, davon, dass dies auf der anderen Seite des Mittelmeeres sein könnte – in Marokko. Kein Wunder. Über siebenhundert Jahre waren die muslimischen Mauren hier, sie erbauten diesen Ort, nannten ihn Marbil-ha.

Anno 1485 siegte die Reconquista, die katholischen Könige übernahmen. Marbil-ha wurde christlich und hieß bald Marbella.

Hier stehen die Bauten der Mächte ihrer Zeit

Die Plaza de los Naranjos, der Platz der Orangenbäume, ist keine Idee der maurischen Stadt. Diese Bühne der neuen gesellschaftlichen Ordnung wurde in das eroberte Häuser- und Wegegespinst geschlagen. Hier stehen die Bauten der Mächte ihrer Zeit – die Ermita de Santiago, die erste Kirche der Stadt nach der Maurenzeit, das Rathaus, und hinter der noblen Fassade der Casa del Corregidor residierte der Stellvertreter des Königs in Madrid. Die elegante Büste von König Juan Carlos ersetzte auf dem Platz den da zuvor thronenden Diktator Franco.

Orangenbäume spenden Schatten, Blumen und Grün überall, und Tische, an denen es sich die Menschen gut gehen lassen. Der späte Sommer wärmt auch diesen Abend, der Himmel ist orange, und von der großen Pfarrkirche erklingt Glockengeläut.

Durch Gassen und engste Gässchen führen Francisco und Rafaela, am Rokokoportal der Kirche Nuestra Señora de Encarnación vorbei und den Festungsmauern der maurischen Burg, über kunstvoll gepflasterte Plätze, durch die gewundene Virgen de los Dolores mit ihren Patios, Farbkaskaden der Bougainvilleen und der blau gewandeten Muttergottes in einer Fassade, vielleicht der malerischste Ort des Casco. Oben, im Barrio Alto, wird es immer stiller.

Die Schatztruhe spanischer Gastlichkeit

Viele wohnen hier, in Sträßchen voller Pflanzenkübel und Blumenschmuck. Ein Mädchen kämmt in einem Hauseingang ihr hüftlanges Haar, eine schwarz gekleidete Frau sitzt vor der weißen Häuserflucht und schaut die menschenleere Gasse hinunter. Am oberen Ende der Calle Aduar, am Rand der Altstadt, treffen sich Einheimische in ihrer „Bar Francisco“.

Zu Paquito, so der Kosename für Francisco, gehen sie seit vielen, vielen Jahren – das ist ihr Ding, abseits vom Hype und einfach. Ist es doch nur ein altmodisch gekachelter Raum mit einer Tapas-Vitrine, der Schatztruhe spanischer Gastlichkeit.

Paquito schneidet dicke, knackige Tomaten auf, gibt einen Schuss Olivenöl darüber, belegt sie mit Sardellen, schnitzt Knoblauch darauf, reicht ein paar Löffel vom Russischen Salat als Zwischengang, Wein aus Rueda und als Hauptgang heute „Bacalao con tomate“, alles für rund zehn Euro. Leichte Kost ist das nicht. Schön, dass es zum Taxistand unten am Alamedapark geschwinde zehn Minuten zu Fuß sind. Die tun jetzt gut.